Es geht nicht um Verbote
Wie deutsche Medien und politische Parteien die öffentliche Meinung manipulieren, um ihre Agenda voranzutreiben
Die Wahrheit lautet: Wissen öffnet Türen, Verbote schließen sie.
Die Native American Association of Germany hat noch nie Verbote gefordert – kein einziges Mal. Das Hauptaugenmerk lag schon immer auf der Bildungs- und Aufklärungsarbeit, um Verständnis zu ermöglichen. Der Versuch, die eigene Perspektive zu verändern, ist essenziell.
Im Laufe der Jahre ließ sich immer wieder derselbe Kreislauf beobachten. Menschen, die sich der Bedeutung der Dekolonisierung bewusst sind, machen auf Praktiken aufmerksam, die überdacht werden sollten, weil sie aus der Kolonialzeit stammen, als kulturelle Aneignung verstanden werden könnten oder die Gefühle jener verletzen, deren Vorfahren einen Genozid überlebt und großes Leid erfahren haben, um ihre Traditionen am Leben zu erhalten. Innerhalb weniger Stunden verwandeln deutsche Medien und politische Parteien dies in ein kalkuliertes Fantasiegespinst – fälschlich als „Verbot“ bezeichnet – das auf emotionale Manipulation abzielt. Zwei Beispiele:
Im Sommer 2025 ging es um eine deutsche Kindertagesstätte, die ihr Sommerfest in „Pferde und Ponys“ umbenannte, nachdem ein oder mehrere Elternteile Bedenken geäußert hatten. Wie bereits in früheren Fällen tauchte erneut eine Reihe irreführender Schlagzeilen auf – darunter die provozierende Behauptung::
„Indianerfest verboten.“
Es ist jedoch nicht so verlaufen, wie von etlichen deutschen Medien und politischen Parteien dargestellt. Das Sommerfest wurde umbenannt. Von einem Verbot kann keine Rede sein.
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